Bienen fühlen sich in der Stadt wohl!  Nur wenigen Menschen ist bewußt, dass es sich für Bienen mittlererweile in den Städten besser leben lässt als auf dem Lande, wo Monokulturen, die häufige Verwendung von Pestiziden sowie  fehlende Feldrandstreifenbepflanzung  die Lebensbedingungen der Bienen einschränken.

Vor allem aber finden sich in der Stadt kontinuierlich bewässerte Anlagen und Parks und eine große Vielfalt an öffentlich und privat betreuten nektar-, honigtau- und pollenspendenden Kulturpflanzungen. Somit ist der in Städten eingetragene Honig besonders vielfältig und geschmackreich.

Das Sammelgebiet der Bienen erstreckt sich über 3-6 km rund um ihren Stock. Für ein Glas Honig müssen die Arbeitsbienen rund 40 000 Mal ausfliegen und dabei 2-7 Millionen Blüten besuchen. An guten Tagen können Sammlerinnen eines Volkes mehrere Kilogramm Blütennektar einfliegen. 

Die Honigbiene ist durch ihre Bestäubungsleistung an Nutzpflanzen nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier des Menschen.

 

                   "Phänomen Honigbiene" (Jürgen Tautz, 2012)