Ein Schwarm verirrt sich in die Salzburger Altstadt

Verirrte Bienen auf Stadtrundflug - salz
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Imkerin fängt Bienenscharm in der Altstadt ein

http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/imkerin-faengt-bienenschwarm-in-der-altstadt-ein-198223/

 

Ein Tag voller Honig und Brot.docx
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Foto: Birgit Kaltenböck, Stadt Nachrichten

"Die Stadtbiene"
UniTV - Das Salzburger Unifernsehen.htm.
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Foto: Marco Riebler

Frieda legt grüne Eier.pdf
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Sommerfrische im Salzburgerland


Barbara und Bernadette erkunden das Salzburgerland und besuchen die Stadtimkerei Greimel

 

 

"Der Waldhonig ist würziger"

 

http://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/leute/der-waldhonig-ist-wuerziger-d1277845.html

 

Karoline Greimel präsentiert den Wald- und Wanderhonig in ihrer Stadtimkerei.

Für den Waldhonig wandert die Salzburger Stadtimkerin Karoline Greimel mit ihren Bienenvölkern.

In Karoline Greimels Garten in Maxglan trifft man auf zehn Bienenstöcke, drei Hühner, einen Hahn und eine Katze. Und alle fühlen sich dort sehr wohl. Die Bienen sind momentan nach der Winterpause noch am brüten. Doch sobald es wärmer wird, schwärmen sie aus, um neue Völker zu gründen. Im Mai beginnen die fleißigen Arbeiterbienen dann wieder mit dem Honigsammeln. Die Bienen in Karoline Greimels Garten sammeln den Stadt- oder Blütenhonig, der aus dem Nektar der Blumen gewonnen wird. Für den Waldhonig wandert die Imerkin mit ihren Bienen in die Steiermark, damit die Bienen dort den notwendigen Honigtau sammeln können.

Wald- und Wanderhonig
Nicht jedes Jahr honigt der Wald, was von Faktoren wie dem Wetter abhängen kann. Und wenn der Wald nicht honigt, dann gibt es auch keinen Waldhonig. Der Rohstoff für den Waldhonig ist der Honigtau. Darunter versteht man die zuckerhaltigen Ausscheidungen verschiedener pflanzensaugender Insekten, die sich vom Saft der Nadeln, Blätter oder Rinde ernähren. Die Bienen sammeln den Honigtau und lagern ihn in den Waben ein. Wenn genug Honig gesammelt wurde, holt Karoline Greimel ihre Bienen wieder aus der Steiermark ab. Der Waldhonig unterscheidet sich in Farbe, Konsistenz und Geschmack vom Blütenhonig. Er ist sehr dunkel, etwas zäher und schmeckt würziger und malzig. Grundlage für den Waldhonig sind meistens Nadelbäume wie die Fichte, aber auch Laubbäume wie z.B. die Linde.

Hochwertige Produkte
Die Lebensbedingungen für die Bienen sind in der Stadt ideal, oft sogar besser als auf dem Land. Die Stadtbienen erzeugen so einen hochwertigen Honig, dass Karoline Greimel seit 2014 ein Bio-Zertifikat für ihre Produkte hat. Diesen Monat erhielt die Stadtimkerin die Auszeichung "Die goldenen Honigwabe 2015" für die hervorragende Qualität ihres Blütenhonigs.

 

 

"Bienen sind meine Haustiere"

 

http://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/chronik/bienen-sind-meine-haustiere-d961630.html

 

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Als Stadtimkerin stellt Karoline Greimel vier Honigsorten her – und den ersten "Hochzeitshonig".

SALZBURG (lg). Leises, aber stetes Summen inmitten einer kleinen grünen Oase an der Glan. "Herzlich willkommen in meiner Stadtimkerei", lacht Karoline Greimel und zeigt stolz einen Bienenstock.

Faszination Bienen
"Die meisten Menschen interessieren sich eher für den Honig, mich fasziniert aber vor allem das Leben der Bienen. Wenn man sieht, wie die Arbeitsteilung, die Nahrungszufuhr und die Kommunikation funktioniert, das ist einmalig", erklärt Greimel ihr Interesse an der Imkerei. Bei einem Forschungsaufenthalt in den USA machte Greimel, die als Klinische Psychologin arbeitet, zum ersten Mal Bekanntschaft mit Bienen. "Ich war sofort fasziniert und habe beschlossen, diese künftig als Haustiere zu halten", so Greimel. Das Bienenjahr beginnt im Juli und August. Nachdem der Honig entnommen wurde, werden die Bienen mit Bio-Sirup oder Zucker aufgefüttert, danach lässt man sie ruhen.

Erster Hochzeitshonig
"Im Winter ziehen sich die Bienen zu einer Traube zusammen, um sich gegenseitig zu wärmen und vor dem Erfrieren zu schützen. Die meiste Arbeit wartet im Mai auf mich, da fangen sie an zu schwärmen", ergänzt die Stadtimkerin, die in ihrer Imkerei Stadthonig, Wanderhonig, Cremehonig und Wabenhonig herstellt. Am vergangenen Sonntag erntete Greimel hinter dem Vogelhaus beim Schloss Mirabell den ersten "Hochzeitshonig". "Den haben wir so getauft, weil dort die Menschen immer heiraten", so Greimel und fügt hinzu: "Für mich ist die Arbeit mit den Bienen und die Fülle der Natur ein Ausgleich zu meinem Beruf. Es ist sozusagen mein kleiner Stadtbauernhof", erzählt die qualifizierte Bienen-Bäuerin, die auch die drei Hühner Paula, Frieda und Uschi sowie die beiden Katzen Ludmilla und Antonius zu ihren Haustieren zählt.

 

 

Salzburg | Chronik

 

Tausende Bienen schwirren um Salzburger Senioren

http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/tausende-bienen-schwirren-um-salzburger-senioren-142808/

 

Von Sn | 23.03.2015 - 11:26 | Kommentieren

10.000 Bienen summen neuerdings beim Seniorenwohnhaus Nonntal, täglich werden es mehr. Sie sollen Bewohner an die frische Luft locken.

 

"Bis Sommer dürften es um die 50.000 Tiere sein", sagt Imkerin und Psychologin Verena Greimel. Am Wochenende stellte sie mit ihren Kollegen vom Imker-Verein "Festungsblick" vier Stöcke im Obstgarten des Seniorenwohnhauses auf. Ziel sei, die Naturverbundenheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern. "Sie sollen mehr ins Freie gehen, aktiver werden und über die Bienen mehr miteinander kommunizieren", berichtet die Fachfrau. Das werde von der Universität Salzburg auch wissenschaftlich begleitet.

Angst vor Stichen gebe es nicht, betont Hausleiter Christian Kagerer. Bewohner Rupert Holzer bestätigt: "Ich interessiere mich sehr für die Bienen, schon weil der Honig so gut ist." Hilda Roth sagt, sie kenne den Umgang mit Bienen noch von ihrem Großvater her.

 

Bilder: SN Bild: SN/stadt salzburg

 

Ohne Beinen kein Obst

 

http://www.meinbezirk.at/salzburg-stadt/chronik/ohne-bienen-kein-obst-d1328081.html

 

Stadtimkerin Karoline Greimel über das Bienensterben und wie jeder Einzelne die Situation verbessern kann.

SALZBURG (lg). Die unerfreuliche Situation bei den Bienenvölkern hat sich bereits im Herbst abgezeichnet: Dieser war ungewöhnlich lange mild, was die Bienen zu einer langen Aktivität verleitet. Dadurch mussten die Bienen geschwächt in den Winter gehen. "Der milde Winter war dann natürlich auch alles andere als förderlich, da es in milden Wintern keine Brutpause gibt. Normalerweise hört die Königin im Winter für zwei bis drei Monate auf zu brüten. Dieses Jahr brüteten die Bienen weiter und dann schlägt die Varroa- milbe, sozusagen der Hauptfeind der Bienen, zu. Diese kann sich nur in der Brut vermehren und führte dazu, dass die Babybienen durch die permanenten Angriffe sehr geschwächt sind", erklärt die Salzburger Stadtimkerin Karoline Greimel. Die Varroamilbe gilt als Trägerin von Infektionskrankheiten. "Die Viren kommen direkt in die Larven hinein, es kommt zu Flügeldeformationen, die Bienen kommen kleiner zur Welt und das Bienenvolk wird schwächer und anfälliger für andere Krankheiten", ergänzt die Bienenexpertin, die in Maxglan selbst Bienen züchtet. Die Folgen, die das Bienensterben für den Menschen mit sich bringt, sind gravierend: "Der Satz 'Stirbt die Biene, stirbt der Mensch' ist überspitzt, aber es ist so, dass die Bienen 80 Prozent unseres Obstes und Gemüses bestäuben. Die Biene ist daher das wichtigste Nutztier des Menschen", so Greimel, die an jeden Einzelnen appelliert, für die Bienen gute Umweltbedingungen zu schaffen: "Eine Blumenwiese, ein Blütenstreifen oder ein Blumenkisterl am Balkon, all das schafft den Bienen ein gutes Leben. Und natürlich keine Gifte im Garten verwenden."

 


Salzburg | Chronik

 

Drei Bienenstöcke im Mirabellgarten aufgestellt

 

Von Sn | 10.06.2013 - 17:44

"30.000 neue Bewohnerinnen auf einen Sitz", scherzte Salzburgermeister Heinz Schaden am Montag. Gemeinsam mit Imkerin Karoline Verena Greimel hat er drei Bienenstöcke im Mirabellgarten aufgestellt.

 

In Zeiten von Diskussionen über Pflanzengift und Bienensterben wolle die Stadt ein positives Zeichen setzen, so Schaden. Man habe mit der versierten Stadt-Imkerin eine kongeniale Partnerin gefunden. Die studierte Psychologin hat auf ihrer Terrasse an der Franz-Josef-Straße Bienenstöcke, genauso wie an der Glan und auf einer Alm in der Steiermark.

Greimel übernimmt die Betreuung der drei Stöcke im Mirabellgarten. Das Gartenamt hat dafür eine Hecke gestutzt, um den fleißigen Honigsammlerinnen eine freie Flugbahn zu ermöglichen.

 

 

Erstklassler entscheiden Königinnen-Namen

 

Wie Schaden mitteilt, gibt es bis Schulschluss noch einen Wettbewerb unter den Erstklasslern der städtischen Volksschulen. Dringend gesucht werden nämlich noch Namen für die drei Bienenköniginnen vom Mirabell.

 

Bild: SN/stadtgemeinde salzburg



Mirabellgarten

Drei Bienenstöcke im Mirabellgarten

https://www.stadt-salzburg.at/internet/bildung_kultur/altstadt_und_tourismus/schloss_mirabell_areal/mirabellgarten_343151/drei_bienenstoecke_im_mirabellgarten_383004.htm

Bienenstock mit ihrer Königin;                    Bienenstöcke mit Imkerin und BM Schaden

           Quelle: honorarfreies Pressebild: Stadtgemeinde Salzburg, J. Killer

Die versierte Stadt-Imkerin Dr. Karoline Verena Greimel stellte drei Bienenstöcke nahe dem Vogelhaus im Mirabellgarten auf und übernimmt ihre Betreuung. Die Bienen haben sich schon eingelebt und genießen die Parkanlage.
In Zeiten von Diskussionen über Pflanzengift und Bienensterben wolle Bürgermeister Heinz Schaden ein positives Zeichen setzen. Man habe mit der versierten Stadt-Imkerin eine kongeniale Partnerin gefunden. Die studierte Psychologin hat auf ihrer Terrasse an der Franz-Josef-Straße Bienenstöcke, genauso wie an der Glan und auf einer Alm in der Steiermark.
„Nebenbei haben wir mit den neuen Bienenstöcken auf einen Sitz 30.000 neue Stadt-BewohnerInnen und täglich kommen nochmal 2.000 dazu“, freut sich  BM Heinz Schaden.
Wie Schaden mitteilt, gibt’s bis Schulschluss noch einen Wettbewerb unter den ErstklasslerInnen der städtischen Volksschulen. Dringend gesucht werden nämlich noch Namen für die drei Bienenköniginnen vom Mirabell.

Dringlichkeitsantrag gem. § 14 GGO, 15.5.2013 zum Schutz der Bienen und Bienenvölker


 

Von Blumen und Bienen

 

http://drehpunktkultur.at/index.php/glossen-und-kommentare-sp-1270681964/6096-von-blumen-und-bienen

30/07/13Heißt es nicht immer, dass die zeitgenössische Kunst ein Stachel im Fleisch sein sollte? Wenn man in den nächsten Monaten dem MdM Mönchsberg nahe kommt und plötzlich stechenden Schmerz verspürt, muss das aber nicht unbedingt mit der Gefährlichkeit des Künstlerdenkens zu tun haben…

Es könnte ganz einfach sein, dass man einer der 40.000 Bienen zu nahe gekommen ist, die neuerdings dort ihren Bienenfleiß ausleben dürfen. „Flowers & Mushrooms“ heißt die große Sommerausstellung im Mönchsbergmuseum. Auch rundum sollte kein Mangel an Blühendem sein, wie überhaupt ja Imker versichern, dass derzeit Bienen in Städten besser aufgehoben seien als in ländlichen gebieten, wo immer mehr Monokulturen und das Düngen mit Chemikalien und die Behandlung von feldern und Pflanzen mit Pestiziden dem Bienenfleiß entgegenstehen.

Auch die Salzburger Stadtväter haben davon schon gehört und lassen Bienen im botanisch besonders sorgsam gepflegten Mirabellgarten summen und Blütenstaub sammeln. „Vor allem finden sich in der Stadt kontinuierlich bewässerte Anlagen und Parks und eine große Vielfalt an öffentlich und privat betreuten nektar-, honigtau- und pollenspendenden Kulturpflanzungen. Somit ist der in Städten eingetragene Honig besonders vielfältig und geschmackreich“, erklärt Stadtimkerin Karoline Greimel.

Nun also bekommt auch der Mönchsberg seine summende Population: Unter der Obhut der Stadtimkerin sind zwei Bienenstöcke im Bereich der Skulpturenterrasse des MdM angesiedelt worden. Die Tiere, zwei Völker mit je 20.000 Bienen, werden dort ausschwärmen. „Das Sammelgebiet der Bienen erstreckt sich über 3-6 km rund um ihren Stock. Für ein Glas Honig müssen die Arbeitsbienen rund 40 000 Mal ausfliegen und dabei 2-7 Millionen Blüten besuchen.“ Man erwartet, so nahe am Museum, „KunstHonig“ in Bioqualität. Der soll im Museumsshop des MdM erhältlich sein.

„Bin schon gespannt wie sich die kunstvolle Umgebung auf den Honiggeschmack auswirkt“, lacht die leidenschaftliche Imkerin Karoline Greimel. Sie wird die beiden Bienenvölker in den nächsten Monaten fachgerecht betreuen und auch den Honig ernten. Der Direktor des Museums, Toni Stooss, geht nun wohl mit Schutznetz zur Arbeit.

Nicht nur „Flowers & Mushrooms“, auch die Stadtimkerin und die MdM-Bienen wird man am 15. September beim „Blumentag“ im MdM MÖNCHSBERG kennenlernen können. Thema ist schon die Sommerausstellung, aber Karoline Greimel wird auch über ihre insgesamt etwa 1 Million Stadt-Bienen und deren Bedeutung für das Ökosystem berichten. Und wahrscheinlich wird man auch schon den Finger in ein paar Töpfe mit Kostproben tauchen dürfen.

Wie wird man eigentlich Imkerin in der Stadt? Bei einem Forschungsaufenthalt in den USA machte die zivilberufliche Psychologin zum ersten Mal Bekanntschaft mit Stadtbienen und ihrem ungewöhnlichen Zuhause – den Hochhäusern von New York. Da kam Karoline Greimel auf den Geschmack. Eine Stunde Pflege pro Stock und Woche  schien ihr damals ein vertretbarer Aufwand, und so wurde sie zur Stadtimkerin. Im zweiten Jahr lieferten ihre Immen schon 20 kg Honig. Außer Stadthonig hat die Imkerin auch Wanderhonig im Angebot. Was ist das? Auch Bienen machen gelegentlich Urlaub. Frau Greimel fährt dann mit ihren Bienen auf die Alm ihres Bruders in die Obersteiermark oder in das Kellerstöckl in die Südoststeiermark. Während die Bienen fleißig Nektar sammeln und Blüten bestäuben, entspannt sich die Imkerin in ihrer Heimat.

 

Bild:MdM

 

Neuer Trend: Bienen in der Stadt

 

http://www.salzburger-fenster.at/

 

Auch in Salzburg gibt es Stadtimker

Eine Spitals-Therapeutin als Stadt- imkerin: Sie hat mehrere Bienenvölker mit rund 150.000 Bienen in ihrem Garten in Maxglan.

Stadtimkerin Karoline Greimel: Bienen sind ihre Leidenschaft, mit ihrem Hobby trägt sie zum Fortbestand der Honigbienen bei. Fotos (2): S. Tschalyj Perfekt organisiert: die Bienenkönigin (mit Pickerl), ein Männchen (mit den großen Augen), Larven in den offenen Zellen, Honig in den verschlossenen Zellen und viele Arbeiterinnen.Ein sinnvolles und auch einträgliches Hobby: Honig von Stadtbienen schmeckt besonders gut. Es liegt wahrscheinlich daran, dass es in der Stadt Monokulturen wie am Land nicht gibt: Die Bienen finden eine Vielfalt an Pflanzen vor, und in den Stadtgärten wird dem Unkraut auch nicht so massiv mit Pestiziden zu Leibe gerückt wie oft in den landwirtschaftlichen Betrieben.
Für die Spitals-Therapeutin Karoline Greimel ist das Imkern aber auch Ausgleich zu ihrer Arbeit am LKH mit oft schwer kranken Patienten. Bienen in der Stadt – das liegt überdies im Trend: Greimel entdeckte auf einer Schulung in New York Leute, die auf Dachterrassen im 25. Stock Bienen züchten. Und auch in Wien greift das Imkern um sich.   
Die Nachbarn schätzen Greimels Bienen. Immerhin trägt ein Apfelbaum, wenn er von Bienen besucht wird, drei Mal so viele Äpfel als ohne Bienen, beim Birnenbaum geht es sogar um das Zehnfache.

Spitals-Therapeutin als Stadtimkepitals-Therapeutin als Stadtimkerin

Stadtbienen sind die neuen Haustiere in New York, Wien – und Salzburg. Im Job richtet Karoline Greimel Spitalspatienten auf, im Garten hat sie 150.000 Bienen. Die Nachbarn freuen sich über üppige Obst­ernten und geraten nicht in Panik, wenn die Tierchen einmal ausbüchsen. 

Ambrosia kam in einer winzigen Schachtel nach Salzburg. „Ich hole eine Königin ab“, bekam der verdutzte Postbeamte zu hören, als Karoline Greimel ihr Paket abholen kam. Die Salzburgerin hatte nicht hochgestapelt. In der Schachtel befand sich eine Bienenkönigin samt Hofstaat – fünf Arbeiterbienen. Hobbyimkerin Greimel legte gerade den Grundstein für ihr fünftes Honigbienenvolk.

Kein Hobby für Zimperliche

Doch Greimels Beziehung zu „ihren Damen“ geht über den Nutzenaspekt weit hinaus. „Bei meinen Bienen kann ich runterkommen von all dem Leid, das ich in der Arbeit miterlebe“, schildert die Psychologin und Psychotherapeutin. Seit rund 30 Jahren richtet sie im Landeskrankenhaus Salzburg Spitalspatienten wieder auf, die plötzlich aus ihrem gewohnten Leben gerissen werden, etwa durch Tinnitus oder einen Gesichtstumor.
Zuhause in ihrem Garten, in den grünen Bienenkästen ist die Welt in Ordnung. Greimel schaut jeden Tag nach ihren Bienen. „Jetzt mögen sie mich schon und stechen fast nicht mehr“, schmunzelt die Psychologin, die den Imkerhut nur fürs Foto aufsetzt. Obwohl, manchmal geht auch etwas schief. „Vor ein paar Tagen habe ich 30 Stiche gehabt. Im Gesicht. Da habe ich fast nicht mehr aus meinen Augen gesehen“, so Greimel. Solche Zwischenfälle nimmt sie gelassen, zu groß ist die Faszination, die die Tierchen auf sie ausüben.

Arbeiten bis zum Umfallen

Ein Blick in den Bienenstock zeigt, welch beeindruckende Wesen sich da tummeln. Zur Sicherheit pufft Greimel mit dem „Smoker“ Rauch in den Holzkasten, das nimmt den Bienen die Angriffslust. Als sie eine der senkrecht hängenden Wabenplatten heraushebt, bekommt man friedliches, geschäftiges Summen zu hören und die Lebensetappen der Bienen auf einen Blick zu sehen. Hier baut eine Biene eine Zelle, Königin Ambrosia legt eines von täglich 2000 Eiern hinein, dort helfen drei Bienen einer Puppe beim Schlüpfen, daneben stampft eine nahrhaften Blütenstaub (Pollen) in einer Zelle fest, eine andere verdeckelt eine Zelle, die jetzt voll mit Honig ist und unten am Boden schieben mehrere Bienen eine tote Arbeiterin hinaus.

Die Männchen sind einfach nur da

Die Stadtimkerin ist voller Bewunderung für ihre fleißigen Haustiere: „Bienen leben an die sechs Wochen und arbeiten, bis sie tot umfallen“, so Greimel. Eine Ausnahme seien nur die wenigen Männchen, im Fachjargon „Drohnen“. Ihre einzige Aufgabe ist es, einmal die Königin zu befruchten, um dann zu sterben. Greimel mit einem Schmunzeln: „Im Stock selber arbeiten die Männchen nichts, sie sollen aber für die Harmonie gut sein.“

Ein Engländer, von Bienen umzingelt.

Letztes Jahr, als sie mit ihren Bienen noch mitten in der rechten Altstadt wohnte, büchste ein Volk in die Linzergasse aus. „Die hingen dann in einer Traube vor dem Sparmarkt und waren eine Riesenattraktion für die Touristen“, schildert die Psychologin. Eine Freundin rief an: „Das können nur deine sein.“ Mit der Feuerwehrleiter wurde die lustige Imkerin auf den Baum gefahren, wo sie die Bienentraube fachmännisch mit einem Schlag in einen Korb plumpsen ließ.
Als Greimel von der Dachterrassenwohnung in der Franz-Josef-Straße in ihr neues Haus in Maxglan zog, berechnete sie die Entfernung falsch (Tachometer statt Flug­linie), und die Bienen flogen schnurstracks zurück auf ihre alte Terrasse. Weil sie dort keine Stöcke fanden, schwärmten sie suchend durch die Wohnung. Der neue Besitzer, ein Engländer, rief die Vorbesitzerin in Panik an: „There are bees everywhere, there must be a nest!“  Greimel beruhigte den Mann („Bewegen Sie sich einfach nicht!“) und packte wieder einmal die Reisekiste ins Auto.
Das wird sie auch in ihrem Sommerurlaub wieder machen. Eines der Völker darf mit in den Urlaub in der Steiermark und dort Nektar sammeln. Für dieses Spezialprodukt (Näheres unter
www.stadtimkerei-greimel.at) hat sie auch schon einen Namen erfunden: „Greimels Wanderhonig“.

Foto: Tschalyj, Salzburger Fenster